Denise & Jeannines Roadtrip

Zu zweit durch Australien

Fazit

Jeannine:

Es kam immer wieder die Frage auf, ob Australien so ist, wie ich es erwartet habe.
Nicht ganz: Ich habe mehr bunte/exotische (Wild)Vogelwelt erwartet. Stattdessen grüßten eher klassische Möwen und deutschgraue Tauben 😅
Und nach meinem Empfinden hätte es auch mehr Frangipani-Bäume geben können 😇…

Spass beiseite:
Ich bin weniger mit Erwartungen gereist, als mit der Vorfreude auf eine besondere Reise in ein wunderschönes Land.
Und das wurde definitiv erfüllt und mehrmals auch übertroffen.
Nicht selten stand ich (wir) völlig überwältigt vor/in der atemberaubenden Natur, und wurde nicht müde zu sagen und zu denken: „what a Ausblick!!!“ und „Ist das nicht wunderschön?!!!?!“ oder aber auch: „Irrrggh…zu großes Insekt…hilfeeeeee“

Und wir haben wirklich viele, viele Fotos…aber die Glücksgefühle und/oder Gänsehautmomente wenn wir „wieder mal“ zu richtigen Zeit am richtigen Ort waren; die „echten“ vielen Farben, Geräusche, Gerüche und Emotionen, kann leider kein Foto und kein „Bericht“ widerspiegeln…

Ein Highlight-Ranking ist mir nicht möglich. Jeder Tag! jeder Ausflug! jeder Eindruck! jedes Erlebnis! war einfach besonders und unvergesslich!!

Die Australier sind allgemein ein sehr nettes, (natürlich) sonniges und aufgeschlossenes „Völkchen“. Da kann man nichts anderes sagen.
Aber die ersten Tage in Sydney und die bekanntschaft mit Denises „Ehemaligen“, ist mir nachhaltig ganz besonders positiv in Erinnerung geblieben. So liebe und besondere Menschen!! (Und nicht nur deshalb kann ich Denises Emotionen beim „zurückkommen“ vollkommen nachvollziehen…)

Wir haben aus unserer verfügbaren Zeit das Bestmögliche herausgeholt! Wir hatten eine super Vorplanung und waren bis zuletzt ein optimales Team, sodass das Feintunig und Umsetzung stets „wie geschmiert“ liefen.
Keiner ist zu kurz gekommen, es gab keinen Streit, keine Eskapaden, keine Pannen.

Das Level siebenunddrölfzig der besten Freundschaft wurde mit dieser besonderen Reise erwartungsgemäß erreicht 😉😘

Für mich wäre diese Reise ohne die Unterstützung einiger Menschen nicht möglich gewesen:
Liebe Denise, liebe Mama und lieber Mathias: von Herzen meinen aufrichtigen Dank!!

Und auch an alle anderen Befürworter, Mitfieberer und Mitlächler: Danke das ihr so positiv „dabei“ wart 😊
Dieses selbstlose Mitfreuen ist gar nicht (mehr) so selbstverständlich… und wir beide haben es sehr genossen, eure „Gunst“ auch im Rücken zu spüren….

Seelige Grüße, Jeannine 😊

Denise:

Dankbar. Ich bin einfach nur dankbar. Diese Reise ist so wunderbar und reibungslos gelaufen, dass ich immer nur staunen kann.

Die ersten Tage in Sydney waren schon recht emotional für mich. Ich habe den Ort, die Lebensweise und vor allem die gewonnen Freunde wohl stärker vermisst als erwartet. Ich war voller Wehmut für die schönen Momente der 3 Jahre, die wir dort gelebt haben. Und nun kamen noch mehr davon mit Jeannine dazu und es war toll für mich ihr all meine Lieblingsorte zu zeigen 😍

Auf unserem weiteren Weg nach Norden ließ die Wehmut dann nach und machte Platz für Freude und Neugier. Einige Orte hatte ich schon gesehen und man sagt ein zweites Mal wäre es weniger schön. Ich würde sagen es war anders, und erlaubt es mehr zu genießen und genauer hinzuschauen. Aber es war auch für mich viel Neues dabei. Australien hat eine unglaubliche Natur und Landschaft, da kamen wir regelmäßig ins breite Lächeln und manchmal in Ungläubigkeit, was es für schöne Orte auf der Welt geben kann🤩.

Wir haben in der (nicht ganz so) kurzen Zeit soviel verschiedenes erlebt, ein Highlight jagte das andere. Unsere Vorplanung war super aber wir auch flexibel und spontan genug um weitere tolle Erlebnisse mitzunehmen. Während der Reise kam sie uns recht lang vor – zumindest wenn wir an die Zeit in Sydney dachten kam uns das so weit weg vor. Heute, den dritten Tag Zuhause kommt mir die Reise schon wie ein Wimpernschlag vor – aber wir haben ja den Blog mit all den wunderschönen unzähligen Erinnerungen.

Danke an alle Mitleser fürs mitfreuen. Wir haben uns über alle Kommentare sehr gefreut. Ein großes Danke für die Unterstützung – vor allem an Mathias, der Zuhause die Stellung gehalten hat, und die helfenden O&O! 😊

Und noch ein Danke an dich liebe Jeannine. Wir haben 3,5 Wochen 24/7 auf engstem Raum ohne jeglichen Streit und als eingespieltes Team verbracht und viele viele wunderbare Momente gemeinsam geteilt – Eindrücke für die Ewigkeit! Es hätte nicht besser sein können! 😘

Es ist nun schön in den deutschen Frühling zurückzukommen. Australien ist das Paradies aber Deutschland ist Zuhause. 🥰

Eine sehr dankbare Denise

Es geht zurück

Der letzte Morgen begrüßte uns mit einem wunderschönen Himmel. Das letzte Einpacken und die WoMo Abgabe liefen reibungslos (zum Glück hatten wir eine Rundumversicherung und so war der Steinschlag in der Windschutzscheibe kein Problem) und so standen wir um 10Uhr in Cairns auf dem Flughafen. Es gab 2 Gründe zum “schwitzen” 1. Unser Flug hatte ordentlich Verspätung. Wir hatten zwar genug Umsteigezeit in Sydney, aber aus den 45min anfänglicher Verspätung wurden dann irgendwann 2 Stunden sodass wir dann froh waren als der einkommende Flieger endlich da war. 2. Unser Gepäck: wir hatten es zwar schon erwartet aber beim wiegen am Vorabend waren wir noch positiv gestimmt dass das mit den 60kg passen wird. Beim Inlandsflug hatten wir in weiser Voraussicht schon beim buchen von 46kg auf 69kg erhöht, aber mussten eben so packen dass für den Langstreckenflug die 60kg eingehalten werden. Das hieß genauso viel Gepäck wie auf der Hintour- nur eben mit Shopping dazwischen 🙂 Und so mussten wir in Sydney erstmal noch 4kg auspacken und wegschmeißen bzw ins Handgepäck umpacken (meine Wanderschuhe baumelten dann zum Beispiel am Rucksack). Sodass wir dann schlussendlich 59,8kg schafften. Nur diesmal wurde dann aber ausgerechnet noch das Handgepäck gewogen 🙈 und wir durften gerade nochmal damit durchkommen.

Der Flug von Cairns nach Sydney war nochmal optisch wunderschön- erst über das Great Barrier Reef und dann im Abendlicht über die Sydney City. Einfach magisch.

Der Flug nach Doha war dann wieder lang und total voll, also wenig Platz und wir froh dann erstmal in Qatar etwas die Glieder zu bewegen. Irgendwie überstanden wir dann auch noch die letzten 6 Stunden Flug und machten 3 Kreuze als auch das Gepäck in Berlin ankam.

Das deutsche Wetter zeigte sich von seiner besten Seite (nicht!) aber wir fielen sowieso recht zeitig ins Bett nach den 40 Stunden unterwegs.

Kuranda mit Seilbahn und Zug

An unserem letzten vollen Tag hatten wir eine Tour nach Kuranda gebucht – hin mit der Seilbahn über den Regenwald und zurück mit der historischen Eisenbahn (Jeannine zieht in Erwägung sich direkt ein paar Überstunden dafür zu schreiben 😉).
Vorbei ging es an Wasserfällen, Brücken und Tunnel sowie jeder Menge Natur. Von der Seilbahngondel aus konnten wir sogar ein Krokodil im unter uns liegenden Fluss schwimmen sehen. In Kuranda stand ein letztes Mal shoppen an, wobei die Ausbeute eher kleiner ausfiel aber es dafür umso mehr Skurriles zu gucken gab. Kuranda war in den 60er/70er auch ein Magnet für Hippies und erinnerte uns an einigen Stellen an Nimbin.
Unser letzter Campingplatz war vorgebucht und extra direkt am Palmenstrand (noch direkter wäre nass 😉 ). Vorm großen Packen machten wir noch einen Strandspaziergang mit Muschelsammeln und für Denise nochmal kurz ins warme Meer hüpfen (natürlich im Stinger Net). Ein würdiger letzter Abend.

Crocodile river cruise & Port Douglas

Wir fuhren heute weiter gen Norden über Cairns hinaus bis zum Daintree River – der Grenze zum Weltnaturerbe Daintree National Park (Gondwana Rainforest). Dort machten wir eine Flussfahrt, die uns versprach Krokodile in freier Wildbahn zu sehen. Tatsächlich sahen wir mehrere kleinere und mittelgroße (menschengroße) “Salties” am Flussufer dösen. Eine Schlange, die später ausgesetzt werden sollte, hatten wir auch an Bord. Insgesamt eine angenehme Tour mit nur wenigen anderen Gästen und vielen wissenswerten Informationen. Zum Beispiel dass 85% der Krokodile weiblich sind und die Temperatur beim Schlüpfen das Geschlecht bestimmt.

Unser heutiges Ziel war Port Douglas – ein schicker Touristenort. Bei weiterhin schwülen 30+ Grad freuten wir uns auf eine Abkühlung im Meer. Das Stinger Net sollte uns ermöglichen ohne Ganzkörperschutz Baden zu gehen, obwohl die Schilder etwas anderes sagten. Im Endeffekt waren wir dann auch nur kurz drin denn bei dem 28Grad warmen und trübem Wasser wollte sich keine Erfrischung einstellen. Wir sind ganz schön verwöhnt mittlerweile 😉

Dann zog es uns in die Einkaufsstraße, wo es viel zu gucken gab, aber wir uns im Gedanken an unsere Gepäckgewichtsbeschränkung zurückhielten. Am Wasser gab es eine idyllische,von Palmen gesäumte Wiese auf der wir etwas ausruhten, bevor wir zurück zum WoMo liefen um, dort noch ein letztes Mal den BBQ anzuwerfen.

Aborigines Day

Ebenfalls kurzer Hand umgeplant, weil die ursprüngliche Tour abgesagt wurde, wurden wir am Montag um 8:30Uhr zu einem voll gepackten Tag abgeholt: Alles Aktivitäten und Informationen rund um die Ureinwohner Australiens in der Rainforestation. Zu Beginn hatten wir 30min um nochmal auf Tuchfüllung mit den heimischen Tieren zu gehen. Von einem ungewohnt aufgeweckten Wombat, einem Riesenkrokodil das fast unecht aussah, nochmal Känguru streicheln, Cassowary füttern, einem Dingo in die Augen schauen bis hin zum Koala auf dem Arm war alles dabei. Es war wunderbar.

Danach fuhren wir mit einem Amphibien Fahrzeug aus dem 2. Weltkrieg (Army Duck) durch den Regenwald mit allerlei Erklärungen zur Flora und Fauna. Da der Weg recht eng war, nahmen wir an einer Stelle das Netz und die dazugehörige große Spinne mit (Golden Orb), was zu einiger Aufregung bei uns Insassen führte. Gefährlich ist die zwar nicht (der Fahrer nahm sie dann mit der Hand weg) aber Jeannine war den ganzen restlichen Tag nicht mehr wohl in ihrer Haut.

Danach warteten ein Mal-Workshop und Boomerang werfen auf uns. Das ging bei uns beiden schon ganz gut – Jeannine bekam auf jedenfall eine Haltungsnote als Boomerang-Ballerina 🙂

Wir schauten dann beim Didgeridoo spielen, Speere werfen und Tanzen zu und bekamen zum Abschluss (als Highlight) einen privat geführten Walk durch den Bush. Dort wurde uns sehr viel über die Kultur und die Nutzung der Ressourcen aus dem Regenwald erklärt. Bei Denises ganzen Fragen (auch wie sie heutzutage so leben) überzogen wir die Zeit ganz schön und mussten uns dann ein bisschen sputen rechtzeitig beim Bus nach Kuranda zu sein. In diesem kleinen touristischen Regenwalddorf hatten wir nur einen kurzen Stop (machen wir Mittwoch nochmal) zum Shoppen und dann ging es zurück zum Campingplatz. War auch mal wieder schön sich von anderen durch die Gegend kutschieren zu lassen.

Abends wollten wir dann mit dem öffentlichen Bus vom CampingPlatz ins Zentrum und zur Uferpromenade von Cairns. Zu unserem Erstaunen schien der Bus der einzige Ort auf unserer Reise zu sein wo man nicht mit Karte sondern nur Bar zahlen konnte. Wo Cash eigentlich in Australien fast „out“ ist und selbst auf dem Flohmarkt mit Karte bzw Telefon gezahlt wird. Tja, nun hatten wir gar keines dabei aber der nette Busfahrer ließ uns for free mitfahren.

Wir schlenderten dann etwas zum Sonnenuntergang durch Cairns, am Wasser entlang und dann durch die Nightmarkets. Diesmal haben wir nichts gekauft aber uns eine Massage gegönnt – das harte WoMo Bett äußert sich doch in der ein oder anderen Verspannung. Außerdem haben wir mal wieder unsere Spontanität unter Beweis gestellt und bringen auch ein (temporäres) Souvenir auf der Haut mit nach Hause 😉

In den Wipfeln und Wasserfällen des Regenwaldes

Die Sonne ging heute herrlich über dem Pazifik auf und wir starteten sportlich mit einem Lauf am Strand. An einer Stelle gab es Netze gegen die Quallen und so wagten wir uns in unseren unter gezogenen Bikinis rein. Allerdings nur solange bis uns auffiel dass die Krokodile ja auch vom Strand da hineinrobben können 😉 war auch niemand anderes im Wasser…

Wir genossen nochmal die Schaukel und Jeannine reparierte eine Strandhütte ala blaue Lagune bevor es ein herzhaftes australisches Frühstück von unserem Grill gab.

Wir entschieden uns heute gegen die längere Tour und hatten dadurch mehr Zeit an den wunderschönen Orten heute. Zum einen den Mamu Canopy Skywalk. Ein liebevoll angelegter Steg in den Wipfeln des Regenwaldes. Wir lauschten dem Audioguides und konnten uns an dem ganzen Grün kaum satt sehen. Tapfer erklommen wir (ja Denise auch) den Stahlturm für eine wunderbare Aussicht.

Unsere heutige Fahrt führte uns wieder durch Zuckerrohrfelder aber auch vermehrt durch Bananen- und andere Plantagen. Auf dem Weg zu den Josephine Falls nahmen wir noch lokale Früchte von einem Strassenstand mit – sehr lecker 🙂

Angekommen bei den Wasserfällen zogen wir dank des Tipps der netten Mitarbeiterin des Skywalks unsere Bikinis unter. Der Anblick der sich uns nach einem kurzen Spaziergang durch den Regenwald bot war wieder mal atemberaubend: Ein Wasserfall der in mehreren Kaskaden in natürliche Becken fiel. Geeignet für ein erfrischendes Bad und sogar mit Wasserrutsche über die Felsen. Ein toller Spaß und ein herrliches Drumherum. Ein bisschen mussten wir über uns schmunzeln als wir in unseren Bikinis und Flip Flops durch den Regenwald zurück zum WoMo liefen – und das in Queensland in Australien mit all den giftigen Tieren – wir akklimatisieren uns also schon. 🙂

In Babinda hielten wir bei den Babinda Boulders – einem breiten Bach im Wald, der gern zur Erfrischung bei diesem tropischen Temperaturen genutzt wird. Dort gönnten wir uns auch einen typisch australischen Snack mit Crackern, Käse, Pesto und Oliven.

Heute waren wir sogar mal „pünktlich“ auf unserem Campingplatz und beschlossen nicht noch in die City zu gehen sondern mal ganz gemütlich neben dem Camper zu sitzen, zu lesen und in den Pool zu gehen.

Nun haben wir tatsächlich schon unser Ziel Cairns erreicht. In den nächsten Tagen stehen noch zwei gebuchte Tagestouren an und einen Tag wollen wir noch weiter nach Norden bis zum Daintree National Park. Aber die größten Entfernungen haben wir jetzt schon hinter uns.

In den Wolken von Whitesunday Islands

Am Samstagmorgen hieß es wieder mal früh aufstehen um 8Uhr am Flugplatz der Leichtflugzeuge zu sein. Wir freuten uns auf einen einstündigen Scenic Flight über die Whitsunday Islands und beschwörten die Regenwolken zum Abzug. Die verschiedenen Blau und Türkistöne kommen einfach am besten bei Sonnenschein zur Geltung.

Wir hatten Glück und die Sonne zeigte sich des Öfteren und insbesondere als wir zum Riff und zum Heart Reef flogen. Auch das Hill Inlet und den Strand zu sehen wo wir erst den Tag davor die Zehen in den Sand gesteckt hatten war einmalig. Auch das Grün der bewaldeten Inseln und Feuchtgebiete der Küstenregion war beeindruckend. Wir haben unzählige Fotos gemacht, hier nur die kleinste Auswahl 😉

Danach standen 6 Stunden Fahrt an. Wie immer ließen die sich ganz gut im Tempomat bei 100km/h auf dem Highway fahren. Wir wechselten uns ab und verkürzten uns die Zeit mit Musik. Vorbei ging es an Wiesen, Regenwäldern, Zuckerrohrfeldern, Farmen, über Flüsse und Hügel und diesmal auch an einem der „Big Things“ in Australien: der Big Mango in Bowen. In Townsville erklomm unser WoMo den Ausblick Castle Hill. Dann erreichten wir die Cassowary Coast – passend dazu stehen überall die Warnzeichen am Straßenrand. Gesehen haben wir bisher nur welche im Australia Zoo aber wissen daher auch dass wir lieber keinem dieser großen Vögel begegnen wollen. Wieder zum Einbruch der Dunkelheit erreichten wir Mission Beach, einen malerischen (Kokos-)Palmen Strand und kleinem dazugehörigen Urlaubsort. Unser Highlight war die an einer Palme angebrachte Schaukel direkt am Strand. So friedlich der Strand wirkte, genossen wir die Fish&Chips und Wein dort mit etwas vorsichtigem Blick über die Schulter. Es gibt dort nämlich nicht nur wieder die tödlichen Quallen im Wasser sondern auch Salzwasserkrokodile.

Whitesunday Islands per Katamaran

Nachdem wir unseren Whitesunday Trip etwas spontan umplanen mussten, stand gestern ein ganzer Tag auf dem Segel-Katamaran Camira auf dem Plan – in einem schönen SchlüpferLila.

Zuerst ging es Schnorcheln. Wir wurden mit einem Schlauchboot nach an eine Bucht und über ein Riff gefahren. Dann galt es mutig reinzuspringen. Gegen die gefährlichen Quallen schützten uns die StingerSuits, aber den Gedanken an Haie (und dass wir nun aber wirklich wie eine ihrer Leibspeisen-Robben- aussahen) mussten und konnten wir abschütteln. Trotz etwas milchiger Sicht aufgrund von Wind konnten wir die Korallen und Fische gut sehen. Besonders gut haben uns die Papageienfische gefallen.

Weiter ging es zum Hill Inlet mit Walk durch den Regenwald zum atemberaubenden Ausblick und zum nördlichen Ende des Whitehaven Beach – er gilt als einer der beliebtesten und weißesten Strände der Welt. Leider sollte man auch dort wegen den Quallen die „sexy“ Lycraanzüge anziehen, was den Badespaß leider um vieles verringert.

Während unserer Tour konnten wir dann noch weitere Riesenspinnen, Meeresschildkröten und sogar Stachelrochen ganz aus der Nähe betrachten. Mitnehmen durften wir die Schildkröten in Kuscheltierform nachdem wir uns (naja Denise für uns zwei) für ein Paar-Logikspiel mit Seilentknoten gemeldet hatten – da gab es nicht nur bei uns zweien ordentlich zu Lachen 

Nach der Tour schlenderten wir durch Airlie Beach den ganzen Weg zurück zum Campingplatz und nahmen noch ein Eis von Cold Rock mit. Dort wird in das Wunscheis noch allerlei süßes nach Wahl reingemischt. (An dieser Stelle viele Grüße an Florian und Laura 😉 ).

Selig von den Eindrücken und mit Sonne betankt sanken wir zeitig und dankbar in unser WoMo Bett.

Höhlenabenteuer und Ankunft in Airlie Beach

Bevor wir uns die 5 Fahrstunden nach Airlie Beach aufmachten, wollten wir noch etwas Kultur haben. Die Capricorn Caves, also Kalk-Tropfsteinhöhlen in der Nähe, boten sich an. Für ein klein wenig Abenteuer buchten wir uns eine sogenannte „Explorer-Führung“. Und ja, wir brauchten wirklich wie freie Hände, feste Schuhe und Beweglichkeit, als wir über und unter Felsen kletterten, niedrige und enge Gänge durchgingen und bäuchlings durch Matsch kriechen durften.
Nachdem Jeannine nach einigen Minuten stehen und dem Guide zuhören festgestellt hat, dass direkt hinter ihr an der Wand eine Huntsman (große Spinne) ihre Bekanntschaft machen wollte, war nicht nur der Schreck groß (obwohl ein eher noch kleines Exemplar) sondern auch der Blick geschärft….die Zweite hat sie später auch direkt gesehen… Auch viele kleine und große Fledermäuse schwirrten regelmäßig um unsere Köpfe.

Wieder sicher im Camper angekommen machten wir uns auf eine der größeren Etappenfahrt gen Norden. Wir haben wieder viel Natur und Landschaften gesehen und sind eine ganze Weile durch ein Zuckerrohrgebiet mit vielen Zuckerrohrfeldern- und Fabriken gefahren. Auch erste potentielle Krokodil-Bäche/Flüsse haben wir überquert. Angekommen in Airlie Beach haben wir nur fix die Klamotten getauscht um noch im letzten Tageslicht den schönen 30 minütigen Weg am Hafen entlang zum Zentrum zu laufen und dort zu Abend zu essen.
Tja und während wir schauten welches Restaurant uns gut gefällt, erblickten wir in einer Locantion tanzübende Männer. Hat etwas gedauert bis wir die Werbung „Magic Men“ damit in Verbindung brachten und auch, dass diese Veranstaltung u.a. mit einem sehr bekannten „Tänzer“ (Foto mit Denise später 🙂 ) genau diesen Abend sein sollte. Unverhofft kommt oft, und spontan können wir definitiv auch. Also haben wir uns kurzerhand dort eingekauft (obwohl online ausverkauft). Wir hatten eine suuuuper Party und viel (selbst) getanzt und das sogar völlig unfrisch und unaufgehübscht nebst all den entsprechend zum Event zurechtgemachten Damen… und allein wie die Australierinnen feiern war sehenswert. Das wir darüber hinaus nicht jugendfreie „Dinge“ gesehen haben, erzählen wir hier nicht來

Viele Vögel und viele Kilometer

In Hervey Bay sind wir am Mittwoch Vormittag noch den mit 950 Meter längsten Pier Australiens (oder der Welt?) entlang gelaufen, bevor wir uns weiter auf unsere Route gen Norden begaben. Da 400km bzw. 4 Std 30min Fahrt ohne Zwischendurchhighlight/Pause auf unserem Plan standen, hat Denise kurzerhand ein Solches gesucht -und natürlich gefunden: der Flying high Bird Park. Tja, Denise weiß wie man eine Jeannine glücklich macht. Als fast einzige Gäste hatten wir alle Aufmerksamkeit der freifliegenden, buntgefiederten Kleinpapageien- und Großsittiche. Die großen Papageien waren zum Glück hinter Gitter, denn wir durften schon auch den einen oder anderen Zwick von den „Kleinen“ spüren. Denise waren die geflügelten Piepser nicht ganz geheuer aber mit Respekt wurden dann einige gefüttert und durften auf Hand und Schulter landen. Und auch einen Ohrstecker hat Jeannine eingebüßt. Zack, ein gekonnter Schnabelgriff und er war weg. Tauschgeschäft mit Sonnenblumenkern leider erfolglos. Und nein, es war keine Elster😉 Hoffen wir nur, dass er den Ohrstecker ohne Probleme verdaut….(danach haben wir aus gegebenen Anlass allen Schmuck abgemacht).

So richtig losreißen konnten wir Jeannine nicht…und einen der wunderschönen Sonnensittiche mitnehmen war leider auch keine Option…Aber so ein kleiner Vogelpark unter Jeannines Obhut steht als Vision 🙂

Die nächsten Stunden fuhren wir abwechselnd durch die unendlichen Weiten der Ostküste. Anders als mancher Leser jetzt annehmen würde nicht durch rote Wüste sondern Wiesen und Wälder in allen Grünschattierungen. Da dieser Sommer auch wieder recht feucht war, sehen wir kaum Trockenheit. Tatsächlich soll jetzt erst der März ungewöhnlich warm sein – wir schwitzen ordentlich unter den 30+ Grad seit Tagen.

Während der Fahrt galt es Alternativen zu unserem vorgebuchten Whitsunday Island Trip zu suchen und zu buchen. Der ursprünglich angedachte Wasserflugzeug Trip inklusive Schnorcheln, SUP und Whitehaven Beach wurde aufgrund von Wartungsarbeiten abgesagt 🙁 Dank schwacher Netzabdeckung und der Laid-Back Mentalität der Australier ein etwas nervenaufreibendes Unterfangen. Stand heute (einen Tag davor) haben wir immernoch keine schriftliche Bestätigung des neuen Trips.

Wieder mal pünktlich zu Dämmerung rollten wir in unser Zwischenstopp Rockhampton ein – der Rinderhauptstadt Australiens mit schöner Altstadt. Und wie es sich gehört, gönnten wir uns ein gutes Steak im örtlichen Pub.

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